Helfen Sie mit den Burkinabé eine Zukunftsperspektive zu geben und auch zu erhalten! Dies hat jeder Mensch dieser Erde verdient!

Afrika

pic African Union

Afrika ist die Wiege der Menschheit, heute aber leider auch ihr Armenhaus. Kolonialismus, Bürgerkriege, Korruption und ungerechte Handelsbedingungen haben vor allem die Regionen südlich der Sahara schwer gebeutelt. Fast 50 Prozent der dortigen Bewohner gelten als arm, müssen mit weniger als 1,25 Dollar täglich über die Runden kommen.

Die große Armut hat zahlreiche weitere fatale Folgen, vor allem für Kinder. 10 Prozent der Mädchen und Jungen sterben, bevor sie fünf Jahre alt sind, 6 Prozent erleben nicht einmal ihren ersten Geburtstag. 26 Millionen Menschen südlich der Sahara sind mit HIV infiziert, 3 Millionen davon sind Kinder.

 
Burkina Faso

pic BurkaniFaso Weltkugel

Coat of arms of Burkina Faso

Burkina Faso es ist ein Staat in Westafrika, der im Inneren des Nigerbogens liegt und an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana sowie die Elfenbeinküste grenzt. Die ehemalige französische Kolonie Obervolta (französisch Haute-Volta, nach dem Fluss Volta) erlangte am 5. August 1960 unter diesem Namen ihre Unabhängigkeit. Nach einer Phase politischer Instabilität mit zahlreichen Putschen kam es 1983 zur Revolution des panafrikanistisch-sozialistisch orientierten Thomas Sankara. Unter seiner Präsidentschaft wurde der Name des Landes am 4. August 1984 in Burkina Faso („Land der ehrenwerten Menschen“ oder „Land der Aufrichtigen“) geändert. Administrative und kulturelle Hauptstadt des 16.751.455 Einwohner (Zensus 2011) zählenden Landes ist die zentral gelegene Millionenstadt Ouagadougou.

 

HIV, Hunger, aber auch Hoffnung

pic Dank fuer KleiderspendenGute Bildung als eines der wichtigsten Mittel für ein besseres Leben ist indes Mangelware in Afrika. Nur 30 Prozent der 15- bis 24-Jährigen können lesen und schreiben, jedes dritte Kind besucht keine Schule. Stattdessen müssen 27 Prozent der Kinder für das Überleben der Familie arbeiten gehen.

Ein besonderes Problem im Afrika südlich der Sahara ist die brutale Tradition der Genitalverstümmelung: 40 Prozent aller Frauen sind beschnitten, in Somalia sogar 97 Prozent. Kinder leiden zudem unter vielen weiteren Formen von Gewalt und Ausbeutung: etwa der Frühverheiratung oder sexueller Gewalt bis hin zum bewussten Verkauf als Arbeits- oder Sexsklaven.

Es gibt aber auch Hoffnung: Viele Probleme Afrikas wurden in den vergangenen Jahrzehnten gelindert, die Sterblichkeitsrate der Unter-Fünfjährigen etwa konnte seit 1990 fast halbiert werden, und auch die Gesundheitsversorgung sowie das Bildungsangebot hat sich verbessert.

 

Geschichte des Vereins „Pro Burkinabé e.V.“ Christlicher Verein zur Unterstützung von Menschen in Burkina Faso

Wie so oft: „Alles im Leben beginnt mit einer Vision. Der Grundgedanke war, einem afrikanischen jungen Menschen eine theologische Ausbildung zukommen zu lassen. Parallel hierzu kam in Burkina Faso ein junger Mann buchstäblich aus dem Busch, wurde Christ trat in eine örtliche Bibelschule ein und ist jetzt nach afrikanischer und internationaler Ausbildung Master in Theologie, stellvertretender Leiter einer Bibelschule, Gemeinde- und Zentralpfarrer für mehrere burkinische Gemeinden und unermüdlicher Motor und Organisator vieler wunderbarer Projekte zum Wohl seiner Landsleute!“ So wirkt Gott, sagen die deutschen Initiatoren des christlichen Hilfswerks „Pro Burkinabé e.V.“ Rainer Kotz und seiner Frau Gudrun Breusch-Kotz aus Meßkirch. Das war natürlich nur machbar durch die multiple Hilfe und Unterstützung von Christen dieser Region (hauptsächlich aus Pfullendorf und Wilhelmsdorf) mit einer besonderen Affinität für Afrika und mit tief verankertem persönlichen sozialem Engagement. Das Pendant in Afrika ist Pastor Hamidou Salomon Sawadogo, der zusammen mit seiner Frau Inés und einem afrikanischen Helferkreis die Hilfsmaßnahmen gestaltet, koordiniert und unermüdlich neue Projekte und Hilfsmaßnahmen initiiert.
Zu Beginn der wunderbaren Zusammenarbeit stand der Bau eines Schulungszentrums in Kaya, einem Ort ca. 120 km nordöstlich der Hauptstadt Ouagadougou, welches 1997 fertiggestellt wurde. Dort werden bis heute Seminare gegen Genitalverstümmelung von Mädchen, zur Malaria- und Ebola-Profilaxe, gegen HIV-Infektionen, zur Alphabetisierung von Erwachsenen und auch zum Studium der Bibel durchgeführt.
Seit 2007 fungiert die Gruppe der Hilfsbereiten in Form eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins. Folgende Ziele konnten wir seit Beginn unserer Hilfen erreichen:
• Hilfe in Hungersnöten. Die Ernährungssituation der Burkinabé hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert. Oft kommen Menschen zu Pastor Sawadogo und bitten um das tägliche Brot. Hierzu versuchen wir immer einen Grundstock an Nahrungsmitteln vorzuhalten.
• Bildungsunterstützung und Alphabetisierung. Zwischenzeitlich bekommen fast 50 Patenkinder monatlich 20 € um in die Schule gehen zu können und mit Essen versorgt zu werden. Eine private Mittelschule in einem dörflichen Zentralort war mitzufinanzieren; wir springen ein, wenn Lehrer nicht entlohnt werden können. Es ist erfreulich zu sehen, dass der Standard der Schule – in die alle Kinder, gleich welchen Glaubens gehen können – überdurchschnittlich gut ist. Auch die bildungshungrigen Erwachsenen profitieren gerne und holen die ihnen in der Jugend vielfach verwehrten Schulungseinheiten nach.
• Unterstützung christlicher Projekte. Von Anfang an lag uns die theologische Ausbildung junger Afrikaner in der Bibelschule in Koubri am Herzen. Aber nicht nur mit Stipendien. Auch mit Landwirtschaftsprojekten als Hilfe zur Eigenversorgung. Auch mit Neubauten von Kirchen einfachster Ausstattung und der Finanzierungsbeteiligung an Evangelisationen sowie der Durchführung von Leiterschaftsseminaren.
• Hilfe zur Verbesserung des täglichen Lebens. Gerade im Sub-Sahelbereich sind die Afrikaner extremen Wetterkatastrophen ausgesetzt. Starkregen und Hitzeperioden lassen die Einfachsthütten und Gebäude geradezu wegschmelzen und zusammenfallen. Wie wichtig sind auch Moskitonetze gerade für Kinder. Mit nur 5 € pro Netz konnten wir von hier aus eindrücklich eingreifen. Oder durch eine Hygieneschulung um Krankheitsausbreitungen einzudämmen. Wer einmal im afrikanischen Hinterland war, weiß wie elementar wichtig funktionsfähige Brunnen sind. Oftmals ist ein Ausfall mit nur wenigen Euro zu bereinigen. – Wir sind guten Mutes, mit Gottes Hilfe, eine Kranken- und Entbindungsstation in einem Dorf aus der Taufe zu heben. Es gibt, was die Gesundheit, insbesondere der Mütter und Kinder angeht, kein bedeutsameres Vorhaben. Unser Herz ist erfüllt von der Umsetzung, wenn´s auch lange dauern sollte.
Salomon hat uns einmal auf Rückfrage gesagt: „Wenn wir's auch nicht so gut haben, wie ihr in Europa, so würden wir unsere Heimat nicht verlassen. Wir wissen, dass wir Freunde haben, die uns in christlicher Nächstenliebe nahestehen und unsere Anstrengungen für ein gesundes und gelingendes Leben unterstützen. Und das lässt uns frohgemut hier in unserem schönen Land verbleiben.“

 

Rainer Kotz, 2015